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Kostenentwicklung und Beiträge

Die letzte Beitragserhöhung trat vor vier Jahren, am 01.01.2005 in Kraft. Trotz laufend steigender Kosten, speziell auf dem Energiesektor, konnte bislang eine Beitragserhöhung vermieden werden.

 

Ein eigentlich erfreuliches Ereignis für die Vereine im Nürnberger Süden, der Bau der neuen Sporthalle Röthenbach Ost, bringt für uns einschneidende finanzielle Einbußen mit sich. Bislang wurde unsere Vereinsturnhalle vormittags an den Schultagen von den Schulklassen des Sonderpädagogisches Förderzentrums Nürnberg in der Motterstraße, für den Sportunterricht genutzt. Dafür erhielt der Verein im abgelaufenen Schuljahr 2007/2008 eine Hallenmiete von rund 5.100 Euro. Wenige Tage vor Beginn des aktuellen Schuljahres wurde das Präsidium vom SportService der Stadt Nürnberg in Kenntnis gesetzt, dass die Schulklassen aus der Motterstraße, ab diesem Schuljahr nicht mehr die Vereinsturnhalle nutzen, sondern die neue Dreifachhalle Röthenbach Ost.

 

Auf Grund dieser Entwicklung konnte mit der Entscheidung über eine Beitragserhöhung nicht bis zur regulären Delegiertenversammlung im April 2009 gewartet werden, denn dann würde die Beitragserhöhung erst ab dem 1. Januar 2010 wirksam. Somit sah sich das Präsidium, in Absprache mit dem Vereisausschuss, gezwungen eine außerordentliche Delegiertenversammlung einzuberufen, damit die neuen Beiträge ab 2009 zum Tragen kommen.

 

 

Um eine Übersicht über die Entwicklung der Kosten von 2005 bis Heute zu geben, sind nachfolgend die größten Faktoren aufgeführt:

 

  • Kosten für Heizung und Warmwasser

Jeder kennt und spürt die Kostenexplosion bei den Energiekosten im eigenen Geldbeutel. Bei einem durchschnittlichen Heizölbedarf von ca. 24.000 Ltr./Jahr bedeutet dies eine Mehrbelastung von ca. 8.000 Euro für 2008!

  • Erhaltungskosten für Gebäude und Anlagen

Mit dem Alter der Vereinsgebäude und der installierten Anlagen steigen auch die Aufwendungen für deren Erhaltung. So war die Erneuerung der Kegelbahn unumgänglich, denn ein geregelter Spielbetrieb war durch den laufenden Ausfall der Elektrik und Elektronik schon längere Zeit nicht mehr gewährleistet. Auch stiegen die Reparaturkosten in nicht mehr vertretbare Höhen. Eine noch ausstehende, dringend notwenige Ausgabe von 6.000 Euro steht mit der Erneuerung der Hebeanlage an.

  • Hallenmieten SportService Nürnberg

Seit 2005 müssen die Vereine für die vom SportService, für den Trainings- und Übungsbetrieb, angemieteten Hallenzeiten in den Schulturnhallen (Hofengartenweg, Herriedener Halle, Süd West Halle, Halle Röthenbach Ost) Miete bezahlen. Auch die Hallenzeiten, die die Verbände für die Heimspiele der Faust- und Handballmannschaften belegen, werden den Vereinen berechnet.

Für die Saison 2008/2009 werden sich die Hallenmieten, die der Verein aufbringen muss, auf voraussichtlich 4.500 Euro belaufen.

  • Erschließungskosten

Auf Grund der leeren Kassen der öffentlichen Haushalte forderte die Stadt Nürnberg die Zahlung des Erschließungsbeitrags für das Vereinsgelände ein. Seit 2006 zahlt der Verein dafür Raten in Höhe von 800 Euro/Monat = 9.600 Euro/Jahr.

  • Wegfall Hallenmiete Vereinsturnhalle

Wie oben erläutert, fehlt mit dem Wegfall der Hallenmiete ein Habenposten von 5.100 Euro.

 

Die aufgeführten Positionen ergeben zusammen eine Mehrbelastung von rund 33.000 Euro für 2008 gegenüber 2005. Darin sind die Mehrkosten für Strom, Wasser, Grundabgaben, Versicherungen etc. noch nicht enthalten!

 

Da das Einsparungspotential durch Kostenreduzierung ausgereizt ist, könnte diese Summe nur durch eine deutliche quantitative und qualitative Reduzierung des Sportangebots eingespart werden. Das Präsidium und der Vereinsausschuss sind sich einig, dass eine solche Maßnahme nicht in Betracht kommt. Bei der Vereinsausschusssitzung am 11.09.2008 wurden zwei Beitragsmodelle diskutiert und mit den Beitragstabellen anderer örtlicher Vereine verglichen. Die zahlreich anwesenden Mitglieder des Vereinsausschusses kamen einstimmig zu dem Entschluss, dem Entwurf der größeren Beitragserhöhung den Vorzug zu geben, da dadurch eine bessere Planungssicherheit gewährleistet ist, zumal die neuen Beiträge trotzdem noch im Durchschnitt der Beiträge der örtlichen Vereine liegen.

 

Eine besondere Anpassung innerhalb der Beitragsgruppen betrifft den Familienbeitrag. Der deutliche Beitragsvorteil den diese Beitragsgruppe bietet, soll speziell Familien mit Kindern zu Gute kommen. Deshalb wird der Familienbeitrag ab 2009 nur noch Familien, auch Alleinerziehende, mit mindestens einem minderjährigen Kind gewährt werden. Durch diese Beitragsgestaltung wollen wir insbesondere Familien mit Kindern unterstützen und als Mitglieder werben. Ausgleichend führen wir einen Pärchenbeitrag für Familien ohne minderjährige Kinder ein. Paare, die aktuell in einer Familienmitgliedschaft geführt werden, verbleiben in dieser und werden nicht auf den Pärchenbeitrag umgestellt.

Ebenfalls neu ist der Förderbeitrag, der in der Beitragshöhe dem bisherigen Erwachsenenbeitrag entspricht. Dieser wird passiven Mitgliedern auf Antrag gewährt und soll diese an den Verein binden. Das Eintrittsalter für den Seniorenbeitrag wird von 60 Jahre, auf die allgemein übliche Grenze von 65 Jahre erhöht. Dies betrifft nicht die "Senioren", die bereits Vereinsmitglieder sind und in 2008 oder früher 60 Jahre alt wurden.

 

Die Beitragserhöhung zum 1. Januar 2009 wurde den Delegierten des Vereins, in der Delegiertenversammlung am 5. Dezember 2008, zur Beratung und Verabschiedung vorgelegt und einstimmig beschlossen!

 

Das Präsidium



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Geändert: 28.12.2008