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Nulldreier - Gaststätte des TV Eibach 03

Schwert-/ Säbelkampfkunst im Systema



Abwehr mit 2 Säbeln



Abwehr mehrerer Angreifer


 

Sicher stellt sich hier berechtigter Weise die Frage, warum man sich in unserer Zeit noch mit so archaisch anmutenden Waffen beschäftigt, die heute allenfalls historische Bedeutung haben.

 

Durch das derzeit sehr rege Interesse an der Kultur des Mittelalters findet auch der Schwertkampf und sein historisches Umfeld in der breiten Öffentlichkeit wieder Beachtung. Auf Mittelaltermärkten oder Ritterfestspielen wird dem Publikum in Schaukämpfen eine Interpretation des historischen Schwertkampfes dargeboten, die sehr beeindruckend aussieht und mit viel Engagement und zeitgenössischem Interesse erarbeitet wurde. Das Nachempfinden und Erforschen des mittelalterlichen Zeitgeistes mit seinen ritterlichen Tugenden und Gepflogenheiten steht hier stark im Mittelpunkt. Die Faszination des Schwertes als „letzte ehrhafte und würdige“ Duellwaffe, bevor die Erfindung der Schußwaffen die Auseinandersetzung Aug´ in Aug´ mit dem Gegner in den Hintergrund drängte, kulminiert sicherlich im ritterlichen Zweikampf, wo physische und psychische Kräfte gemessen werden. Gekleidet in Rüstungen, Kettenhemden und Harnische, bewaffnet mit Schild, Schwert oder Streitaxt, tritt man zu Fuß oder zu Pferd gegeneinander an. Schwerter klirren, Rüstungen klappern und die Kämpfer wanken unter der Wucht der Hiebe bis einer besiegt zu Boden sinkt. Dieses Szenario ist jedoch in keiner Weise auf die Auffassung und Ausübung von Schwert- / Säbelkampf im Systema übertragbar.

 

Im Systema gehen wir einen ganz anderen Weg.

 

Es geht nicht um das Nachahmen, Darstellen oder Wiederentdecken einer altehrwürdigen Kunst aus vergangener Zeit um ihrer selbst willen, sondern um Grundlagentraining und den Erhalt und die Weiterentwicklung einer noch heute lebendigen Tradition.

 

Die Handhabung von Schwert und Säbel basiert im Systema auf über Jahrhunderte hinweg überliefertem Wissen, das bis in die heutige Zeit erhalten ist. Noch im 2. Weltkrieg kämpften Kosakeneinheiten mit dem Säbel! Es gab in der Altrussischen Kampfkunst weder eine Ritualisierung und Reduzierung der Bewegungsformen noch eine Versportlichung oder eine Ausprägung zum geistigen Weg, wie man es zum Teil aus anderen Kampfkünsten kennt. Auf der Technik des Schwert-/Säbelkampfes basiert im Systema sowohl der waffenlose Kampf als auch der Umgang mit anderen Waffen.

 

Historisch gesehen sind Schwert und Säbel nämlich die Basis der Bewegungsschule und der Kampfanwendungen im Systema, daher sind Schwert-und Säbelkampf noch heute ein fester Bestandteil des modernen Trainings. Der Schwert-/Säbelkampf ist somit keine Teildisziplin der Altrussischen Kampfkunst Systema, sondern eine der Wurzeln auf der alles Übrige aufbaut.

 

Es wird ohne Schutzausrüstung trainiert, kontrolliert, langsam und ohne die Klingen mit der Schneide zu kreuzen oder mit Wucht aufeinander krachen zu lassen. Es gibt kein Blocken oder Wegschlagen der gegnerischen Waffe, sondern ein Ableiten. Alle Bewegungen sind fließend und endlos. Die Belastung für Körper und Waffe wird so gering wie möglich gehalten. Geschicklichkeit und Körperbeherrschung sind von größerer Bedeutung als Kraft und rohe Gewalt. Wie im Systema üblich werden keine Einzeltechniken erlernt, sondern Bewegungsprinzipien. Durch das Training mit Schwert und Säbel erlangt der Übende Fertigkeiten und Fähigkeiten, die auf keine andere Art und Weise erlernt werden können. Präzision, Koordination, Körperbeherrschung, Konzentration und Verantwortungsbewußtsein werden hier in besonderer Manier geschult und gefördert. Schwert-/Säbelkampf ist eine der besten Methoden die drei Systema-Grundsäulen, Atmung, Form (Körperhaltung, Bewegung) und Zustand (mentale Kraft), zu trainieren.

 

Die Bedeutung des Trainings mit Schwert oder/und Säbel hat im Systema also einen hohen Stellenwert und dient dem Studenten in vielfältiger Weise dazu sich sowohl im allgemeinen Waffenkampf als auch im waffenlosen Kampf zu verbessern.

 




Abwehr ohne Kreuzen der Klingenschneide



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Geändert: 24.10.2013