Spaß und Enthusiasmus
Mal ehrlich, wer denkt bei Karate nicht an Dachziegel oder Holzscheite, die mit der Handkante durchgeschlagen werden? Sicher sind solche Shows, die wir ab und zu darbieten beeindruckend, doch Karate Do beinhaltet mehr als Schlagkraft. Der Name Karate ist japanisch und weist auf das Prinzip der leeren Hand hin. Voraussetzung ist die Harmonie von Körper, Geist und Seele. Die Kunst, sich ohne Waffen nur mit Hirn, Händen, Füßen und Enthusiasmus zu verteidigen wurzelt in der chinesischen Kultur vor mehr als 2000 Jahren.
Natürlich erfordert Karate nicht nur Körperbeherrschung, sondern auch Rücksichtnahme und Selbstdisziplin. Dieser Erziehungseffekt ist der Kern der Sache. Das lernen Karatekas bei uns nicht nur für das sportliche Miteinander. Rücksichtslose Brutalität, die oft Actionspiele, Film und Fernsehen aggressiv vermitteln, ist beim Karate-Do fehl am Platze.
Aufmerksamkeit (japanisch Zanshin) und geistige Präsenz, lehren wir unseren Karateschülern als erstes. Denn nur wer eine Situation richtig erkennt und auffasst kann richtig reagieren. In einem Notfall können dann im Training ständig wiederholte Verteidigungstechniken adäquat angewendet werden.
Anwesenheit im Training bedeutet auch, den Trainern aufmerksam zuzuschauen und jede Übung genau nachzumachen um sie anschließend und zu Hause mit vollem körperlichen Einsatz zu wiederholen. Nur mit diesen Prinzipien hat man Spaß an Karate und kommt schnell zum Lernerfolg.
Unser Training stellt einen idealen Ausgleich zum Alltagsstress dar. Darüber hinaus werden körperliche und geistige Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit in hohem Maße trainiert. Mit Atem- und Konzentrationsübungen wird die Körperwahrnehmung geschult. Karate stellt die Entfaltung der Persönlichkeit, die Selbstbeherrschung, die Konzentration und die Achtung des Trainingspartners in den Vordergrund.
Wir bitten Eltern von Schülern, ihren Kindern die Teilnahme an unserem Training jede Woche zu ermöglichen. Vor einer Schularbeit sollten Ihre Kinder rechtzeitig mit dem Lernen beginnen, damit sie am Karatetraining teilnehmen können. Dieses fördert nachgewiesenermaßen die Konzentrationsfähigkeit auch hinsichtlich der Prüfung am nächsten Tag.
Unsere Trainingszeiten sind:
Anfänger und Weißgurte Mittwoch von 16:45 Uhr bis 17:30 Uhr
Farbgurte Mittwoch von 17:30 Uhr bis 18:45 Uhr
Die Sache mit dem Holzscheit folgt nach jahrelangem Üben, um zu testen, welche Wucht hinter einem Schlag steckt und dass man dabei keine Angst haben muss, sich weh zu tun.
Kinder sind bei uns im Karatetraining ab 8 Jahren willkommen.
Unser Sport kam über Japan zu uns nach Europa. Daher verwenden wir viele japanische Begriffe. Einige erklären wir in dieser Ausgabe, damit Du/Sie Lust auf ein Probetraining bekommst/en:
Gedan Barai = Abwehr von Fußangriffen mit dem Arm, Ausführung von oben nach unten außen.
Age Uke = Abwehr von gegnerischen Angriffen zum Kopf; Ausführung von unten nach oben.
Dojo = Übungsraum, also Turnhalle, z.B. unsere Gymnastikhalle.
Viel Spaß beim Training wünschen Euch
Lisa und Karl-Heinz